Sturmfenster

Schon mal in 170 Metern Höhe ein einfaches Fenster geöffnet?

Okay, rhetorische Frage. Ein „Ja“ hätten Sie wohl schwer überlebt: Die Windkraft hätte Sie mitsamt dem Fenster aus der Öffnung gerissen. Erst Recht in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, der „Stadt der Winde“. Dort wachsen die drei Flame Towers bis zu 170 Meter hoch in den stürmischen Himmel.

In 170 Metern Höhe galt es, eine Fassaden-Befahr-Anlage zu installieren. Dafür sollte sich die Fassade öffnen lassen – und zwar so, dass es kaum auffällt und die Torflügel auch in geöffnetem Zustand den Windlasten von bis zu 7,5 kN (im Mittel sind ca. 1,5 kN normal) standhalten. Hinzu kamen Dimension und Gewicht der Flügel – groß wie Garagentore, doppelt verglast und ein Neigungswinkel von bis zu 30°.

Wir waren gefordert aus diesen Anforderungen ein funktionsfähiges Konzept für die Tore, den Antrieb sowie die statische Dimensionierung zu entwickeln. Dazu erstellten wir 3D-CAD-Modelle, um die geometrischen Bedingungen zu analysieren und verschiedene Lösungsansätze zu skizzieren. Die Modelle dienten dem Fassadenbauer Dekoral als Grundlage zur Herstellung eines 1:1 Funktionsmusters.

Umfangreiche statische Berechnungen lieferten die Vorgaben für die weitere Werkplanung. Unsere Ingenieure von Priedemann in Istanbul unterstützten die Arbeit vor Ort. Letztlich wurden rund 120 Anlagen mit unterschiedlichen Geometrien und einem Gewicht von bis zu 1,2 Tonnen montiert, um die rund 64.000 Quadratmeter Fassadenfläche der 3 Flame Towers zugänglich zu machen.

Schöner Nebeneffekt:
Durch Umstellung der Elektroantriebe auf Hydraulik konnten wir die Antriebskosten halbieren und das System praktisch wartungsfrei halten.

Schon mal in 170 Metern Höhe ein Priedemann-Faltschiebetor geöffnet?? Nur zu!

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