Medienfassadenplanung

 

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Auftraggeber

VITERRA Development


Bauherr / Projektentwickler

Otto Bock HealthCare


Architekt

Gnädinger Architekten


Gebäudefunktion

Kompetenzzentrum für Medizintechnik


Status

Fertiggestellt 06/2009


Fassadenfläche

ca. 1.500 m²


Höhe

ca. 22 m


Technische Daten
  • Pfosten-Riegel-Fassade, gerade Pfosten, gebogene Riegel, Aluminium
  • Structural Glazing Fassade, teilweise gebogen

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Leistungen Priedemann

Consultancy

Gute Fassadenentscheidungen beginnen mit einem klaren Verständnis der Ausgangslage.

  • Priedemann ordnet vorhandene Projektinformationen, Gestaltungsabsicht, Nutzung sowie fassadenbezogene technische und externe Anforderungen.
  • Gemeinsam mit den Projektbeteiligten werden Ziele, Prioritäten, Randbedingungen und offene Fragen sichtbar gemacht.
  • So entsteht eine belastbare Grundlage für die nächsten Planungsschritte und für Entscheidungen, bevor Entwurf oder technische Vertiefung beginnen.
  • Priedemann erfasst und strukturiert die für die Fassadenplanung relevanten Projektinformationen, Anforderungen, Ziele und Randbedingungen.
  • Dazu können Gestaltungsabsicht, Nutzung, technische und energetische Anforderungen, lokale Vorgaben sowie Qualitäts-, Kosten- und Terminziele gehören.
  • Offene Fragen, Abhängigkeiten und Zielkonflikte werden sichtbar gemacht und in nachvollziehbare Entscheidungskriterien überführt.
  • So entsteht eine belastbare Grundlage für den Fassadenentwurf und weitere Planungsschritte.
  • Welche Themen geprüft und dokumentiert werden, richtet sich nach Projektstand und Beauftragung.

Entscheidungskriterien und Prioritäten

  • Nicht alle Anforderungen an eine Fassade haben im Projekt die gleiche Priorität.
  • Gestaltung, Nutzung, technische Anforderungen, lokale Vorgaben sowie Qualitäts-, Kosten- und Terminziele können sich gegenseitig beeinflussen.
  • Deshalb gehört zur Grundlagenermittlung auch, diese Anforderungen zu ordnen und mögliche Zielkonflikte sichtbar zu machen.
  • Die daraus entwickelten Kriterien schaffen eine gemeinsame Grundlage, an der spätere Varianten und Entscheidungen nachvollziehbar bewertet werden können.

Fassadenentwurf beginnt, wenn strategische Ziele und wesentliche Anforderungen eines Projekts so weit geklärt sind, dass mögliche Richtungen entwickelt werden können.

  • Priedemann übersetzt diese Grundlagen in Varianten für Gestaltung, Material und Konstruktion und betrachtet sie im Zusammenhang mit technischen Anforderungen und projektspezifischen Randbedingungen.
  • Dabei werden Unterschiede und Zielkonflikte sichtbar, und eine bevorzugte Richtung wird schrittweise weiterentwickelt.
  • Ziel ist keine abschließende Detaillierung, sondern eine nachvollziehbare Entwurfsgrundlage für die weitere Planung.
  • Welche Kriterien, Skizzen und Dokumentationen dazugehören, richtet sich nach Projekt und Beauftragung.
  • Im Fassadenentwurf werden aus Projektzielen und Anforderungen mögliche Gestaltungs-, Material- und Konstruktionsrichtungen entwickelt.
  • Priedemann untersucht relevante Fassadentypen, Prinzipdetails, Schnittstellen sowie technische und nutzungsbezogene Anforderungen.
  • Varianten werden nachvollziehbar beschrieben und anhand vereinbarter Kriterien verglichen.
  • Dadurch können architektonische Absicht, technische Umsetzbarkeit und projektspezifische Auswirkungen gemeinsam bewertet werden.
  • Das Ergebnis ist eine belastbare Entwurfsrichtung als Grundlage für die weitere System- und Ausführungsplanung.

Ausführungsplanung entwickelt eine abgestimmte Fassadenlösung zu koordinierten technischen Informationen für die Umsetzung weiter.

  • Details, Komponenten, Anschlüsse und Schnittstellen werden mit den Anforderungen an Konstruktion, Materialien, Bauphysik, Akustik, Brand- und Sicherheitsthemen zusammengeführt.
  • Die erforderliche Planungstiefe richtet sich nach Projekt, Vergabemodell und Beauftragung.
  • So entsteht eine konsistente Grundlage für die anschließende Werkstatt-, Fertigungs- und Montageplanung.
  • Die Ausführungsplanung konkretisiert eine abgestimmte Fassadenlösung für die spätere Umsetzung.
  • Priedemann entwickelt je nach Auftrag Leitdetails, Anschlüsse, Schichten, Komponenten, Materialien und Dimensionen und stimmt Schnittstellen zu angrenzenden Bauteilen ab.
  • Technische, statische, bauphysikalische, akustische, Brand- und Sicherheitsanforderungen werden in der vereinbarten Planungstiefe berücksichtigt.
  • Das Ergebnis sind koordinierte Planungsinformationen, die als Grundlage für Werkstatt-, Fertigungs- und Montageplanung dienen können.
  • Der genaue Leistungsumfang wird projektspezifisch festgelegt.

Leistungsbeschreibungen und Vergabeunterlagen übersetzen eine entwickelte Fassadenplanung in klare technische Anforderungen für Ausschreibung und Angebotsvergleich.

  • Priedemann strukturiert Angaben zu Konstruktion, Materialien, Details, Schnittstellen und Qualitätskriterien und führt relevante Planungsunterlagen zusammen.
  • Je nach Projekt können technische Vorbemerkungen, Leistungstexte, Mengenansätze oder Abgrenzungen zwischen Gewerken dazugehören.
  • Umfang und Funktion der Unterlagen richten sich nach dem Vergabe- und Verantwortungsmodell.
  • Priedemann überführt die abgestimmte Fassadenplanung in technische Leistungsbeschreibungen und Vergabeunterlagen.
  • Anforderungen, Qualitätskriterien, Materialien, Bauteile, Schnittstellen und erforderliche Nachweise werden strukturiert und eindeutig beschrieben.
  • Je nach Auftrag können Mengen, Bauteillisten und weitere technische Anlagen ergänzt werden.
  • Die Unterlagen schaffen eine vergleichbare fachliche Grundlage für Angebote und die anschließende Vergabe.
  • Umfang und Verantwortung für das vollständige Vergabepaket werden mit dem Auftraggeber festgelegt.

Die Überwachung von Fertigung und Montage ist uns besonders wichtig, um die vereinbarte Qualität auch wirklich abzusichern. Es gilt, Abweichungen von der vereinbarten Planung frühzeitig zu erkennen, zu dokumentieren und die Ausführung zu korrigieren. Dieses Controlling bezieht sich sowohl auf die Herstellung und Fertigung sowie auf die Montage auf der Baustelle:

Regelmäßige Überprüfung von Fertigung und Montage im Werk

  • Überprüfung auf Einhaltung des genehmigten Entwurfs, Sicherstellung der Einhaltung der vereinbarten Qualitäten, Standards und Testreihen
  • Regelmäßige Berichterstattung zum Produktionsfortschritt; die Berichte enthalten Empfehlungen zu möglichem Verbesserungspotential sowie eine Liste der nicht erfüllten Leistungen, der Leistungsrückstände, der festgestellten Mängel

Regelmäßige Inspektion auf der Baustelle

  • Sicherstellung der Einhaltung des genehmigten Entwurfs sowie der Einhaltung der vereinbarten Qualitäten, Standards und Testreihen
  • Inspektion von beispielhaften Fassadenabschnitten als Bezugsgrößen zur Bestimmung der Ausführungsqualität – Benchmark Inspections
  • Teilnahme an Leistungstests der Fassade auf der Baustelle (Wasserundurchlässigkeit, Schallschutz, Blower-Door-Test, etc.)
  • Stichprobenartige Inspektion der Einbauarbeiten auf der Baustelle
  • Regelmäßige Berichterstattung zu den Installationsarbeiten inklusive der Benennung von Diskrepanzen zur ursprünglichen Planung

Specials

Priedemann setzt rechnerbasierte Simulationen dort ein, wo standardisierte Rechenverfahren nicht mehr ausreichen. Das umfasst Simulationen zu Raumklima und Behaglichkeit auf Basis von ISO 7730 sowie Heiz- und Kühllasten, und bei komplexen Systemen dreidimensionale Strömungssimulationen (CFD), unter anderem zur Auslegung von Entrauchungsöffnungen. Ziel ist eine belastbare Grundlage für konkrete Planungsentscheidungen zu kritischen Räumen und Systemen.

Priedemann nutzt thermische und strömungstechnische Simulationen, um das Verhalten von Fassade, Raum und Haustechnik unter definierten Bedingungen zu untersuchen. Eingabedaten zu Gebäude, Nutzung, Klima und technischen Systemen werden in abgestimmte Modelle überführt.

Je nach Aufgabe werden Raumtemperaturen, Behaglichkeit, Heiz- und Kühllasten, Luftströmungen oder Temperaturverteilungen ausgewertet. Kritische Bereiche und Auswirkungen möglicher Varianten werden sichtbar. Die Ergebnisse unterstützen Planungsentscheidungen, ersetzen aber keine Messung des späteren Gebäudebetriebs.

Welche Ergebnisse Simulationen liefern

Simulationen machen nicht nur einen einzelnen Kennwert sichtbar. Je nach Modell können Raumlufttemperaturen, thermische Behaglichkeit, Heiz- und Kühllasten, Strömungsgeschwindigkeiten sowie Temperaturverteilungen in der Raumluft oder an Oberflächen untersucht werden. CFD-Simulationen können außerdem für definierte Entrauchungsszenarien und die Betrachtung von Entrauchungs- oder Nachströmöffnungen eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass jedes Ergebnis für die festgelegten Randbedingungen des jeweiligen Modells gilt.

Die Fassade ist die Schnittstelle, mit der ein Gebäude mit seiner Umgebung kommuniziert. Als Medienfassade wird sie selbst zum Medium: Je nach Botschaft, Detailschärfe und Betrachtungsabstand variiert die Größe der notwendigen „Pixel“ von einer Leuchtdiode bis zu einem ganzen Fassaden- oder Fensterelement. Priedemann entwickelt das dafür notwendige Fassadenkonzept und integriert die Medienfassade in die Gesamtplanung, statt sie als technisches Anhängsel zu behandeln.

Priedemann entwickelt Medienfassaden als integralen Bestandteil des Fassaden- und Gebäudekonzepts. Gestaltung, Fassadenaufbau, Medientechnik, Unterkonstruktion, Wartung und Betrieb werden an den relevanten Schnittstellen aufeinander abgestimmt. Je nach Auftrag werden technische Anforderungen, Leistungsdaten und ein baubares Fassadenkonzept erarbeitet und mit spezialisierten Partnern koordiniert. Elektrotechnik, Steuerung und Medieninhalte gehören nur zum Leistungsumfang, wenn sie ausdrücklich vereinbart sind.

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